Gehörlosen-Sportverein Recklinghausen 1952 e.V.
 

Leichtathletik - Geschichte

Der Gehörlosen-Sportverein Recklinghausen kann mit Stolz auf seine Sportgeschichte zurück blicken. Gegründet wurde die Leichtathletik im Jahre 1952. Im Gründungsjahr hat unser Verein an Wettkämpfen noch nicht teilgenommen, aber um so eifriger haben unsere jungen, aktiven Mitglieder trainiert. 

Auch in ihnen schlummern die Kräfte, so dass der Sport diese Kräfte weckt, in dem er den jungen Menschen durch körperliche Betätigung zu Fleiß und Ausdauer erzieht. Sie sollten dabei nicht die Sucht nach Höchstleistungen ergreifen, sondern die Freude an der körperlichen Ertüchtigung an erster Stelle stehen. Harry Förster hatte 1958 bis 1964 als 1. Vorsitzender maßgeblichen Anteil daran, dass der GSV Recklinghausen ein leistungsstarker Verein in der Leichtathletik und im Handball wurde. Die Erfolge und Siege stellten sich dann auch bald ein.

1953

Erfolge und Siege 

Am 3. Mai 1953 nahm der Gehörlosen-Sportverein an dem Staffellauf der Stadt Recklinghausen rund um die Wälle der Stadt teil. Es wurde der 9. Platz erreicht. Für den Anfang war es ein recht guter Platz. Die Teilnehmer an diesem Staffellauf waren: K. Seht, H. Seeger, G. Schmelter, G. Hoff-mann, W. Schwieder, K.-H. Schreiber, K.-H. Vatter und H. Caspers.

1954

Am 30. Mai 1954 führte zum ersten Mal unser Verein den Vestischen Staffeltag in Recklinghausen.

Die große Staffel bestand aus acht (!) Läufern für 250 m, 350 m, 400 m, 250 m, 1000 m, 500 m, 150 m und noch mal 150 m. Der GSV Recklinghausen gab sich mit dem 3. Platz zufrieden. Der Sieger wurde der Gehörlosen Turn- und Sportverein Hannover. Der Oberbürgermeister der Stadt Recklinghausen stiftete den Wanderpreis. Er überreichte ihn zum dritten Mal (1954, 1955 u. 1956) an den GTSV Hannover und somit ist er endgültig für Hannover gewonnen. 

Westkreissportfest 1954 in Bielefeld.

Stehend 2. v.l.n.r.: Wilma Kleine-Schulte, Günter Hoffmann, Karl-Heinz Vatter, Herbert Caspers, Wilhelm Schwieder, Annelore Gläßer, Ilse Mark. Mitte: Gerhard Schmelter, Karl Schönebeck und Harald Seeger, sitzend: Karl-Heinz Zakrzewski und Karl Seht. 

1955

Vom 11. bis 14. August 1955 fand die Deutsche Gehörlosen-Leichtathletik-Meisterschaft in München statt.

TeilnehmerW. Kleine-Schulte, W. Schwieder und K. Seht.

Wilhelm Schwieder konnte den 2. Platz im 5000 m Lauf belegen in einer Zeit von 17:21,4 min. Auf der Heimreise hatten die Recklinghäuser einen schweren Unfall aufgrund starken Regenfalles mit ihrem VW-Bus. Mit Verletzungen -aber lebend- kamen sie nach Hause. 

Eröffnungsfeier - Einmarsch zur Stadion in München

Das Bild zeigt unsere Mannschaft in München

V.l.n.r.: Karl Seht, Ilse Mark, Wilma Kleine-Schulte und Wilhelm Schwieder 

1956

Das nächste Westkreissportfest fand am 14./15. Juli 1956 im Rather Waldstadion in Düsseldorf-Rath statt. Die Teilnahme unseres Vereins brachte folgende Platzierungen durch unsere Mitglieder mit sich:

Männer: 5000 m Lauf: W. Schwieder um 1. Platz

Männl. Jugend 1000 m Lauf: G. Thyret  um 1. Platz und G. Kraemer um 2. Platz

 Westkreissportfest am 14./15. Mai 1956 in Düsseldorf 

Stehend v.l.n.r: W. Schwieder, G. Kraemer, G. Thyret, Bernhard Dzengel, Margaret Brzoska, K. Seht, G. Hoffmann und G. Schmelter

 

sitzend: K.-H. Zakrzewski und Friedhelm Lederer

  

Am 28. Oktober 1956 nahm unser Kamerad Wilhelm Schwieder an dem Waldlauf der Gehörlosen in Dortmund teil. Eine ganz große Leistung, die hier besonders unterstrichen werden sollte, denn er lief dreimal und wurde jedesmal 1. Sieger im 3000 m, 2500 m und 1000 m Lauf. 

1957

Am 13./14. Juli 1957 fand die NRW-Landesmei-sterschaft in Köln statt. Mit folgenden Ergebnissen kamen unsere Kameradinnen und Kameraden nach Hause: 

Männer: 110 m Hürden: G. Schmelter um 1. Platz 

Männl. Jugend A: 1000 m Lauf: G. Thyret um 1. Platz 

4 x 100 m Staffel: Um 1. Platz (G. Thyret, G. Kraemer, H. Falk, F. Lederer) 

Schwedenstaffel: Um 1. Platz (G. Thyret, G. Kraemer, H. Falk, F. Lederer) 

Frauen: 4 x 100 m Staffel: Um 1. Platz (Wagner, Reinke, Kleine-Schulte, Brzoska) 

Unsere männliche Jugend, die mit vielen Siegen in der Staffel und zahlreichen Platzierungen von 1956-1957 erfolgreich war.

V.l.n.r.: Friedhelm Lederer, Gerd Thyret, Gerhard Kraemer, Karl-Heinz Falk 

Bei den Kreismeisterschaften am 21. Juli 1957 lief Gerd Thyret unter 17 hörenden Läufern in der Jugendklasse B im 1000 m Lauf den 1. Sieg heraus. Gerhard Kraemer kam in diesem Lauf als sechster durchs Ziel. 

- Bemerkung: Die Vereinsbestenlisten aus den Jahren 1952 bis 1957 lagen nicht vor. - 

1958

Das CISS (Comité International des Sports Silencieux = Weltausschuss für Gehörlosensport) hatte auch in der Sportbeilage des Deutschen Gehörlosen-Zeitung vom 5. Februar 1958 eine 6-Besten-Liste bezüglich Leichtathletik veröffentlicht, auf der unser Verein in der 4x400 m Staffel für Männer an 5. Stelle mit einer Zeit von 3:53,9 min. steht. 

213 Leichtathleten aus Hamburg, Duisburg, Herford, Essen, Bielefeld, Hannover, Kiel, Schleswig, Düsseldorf, Köln, Augsburg, Berlin, Frankfurt, Flensburg, Salzgitter, Stuttgart, Hildesheim, Rheinhausen, Wuppertal, München, Bremen, Karlsruhe, Braunschweig, Dortmund und unserem Verein fanden sich zu dem Deutschen Gehörlosen-Verbandssportfest vom 18. bis 21. Juli 1958 in Alfeld ein.

v.l.n.r. J. Förster, H. Schemberg, I. Doliwa, G. Thyret, M. Brzoska, H. Reinke, H. Falk und W. Schwieder

17. Juli 1958 – Abfahrt mit dem Zug vom Hbf Recklinghausen um 11.30 Uhr zum Sportfest nach Alfeld/Leine

Zu diesen Wettkämpfen haben sich 11 unserer Kameraden gemeldet. Eine Überraschung gab es durch unsere Kameradin Margaret Wagner. Sie hatte in diesem Jahr erst mit dem Kugelstoßen angefangen, wobei sie im Mai bei 6,20 m lag und sich in Alfeld auf eine Weite von 8,30 m steigern konnte. Dies brachte ihr den 2. Platz ein.

G. Thyret gewann den 400 m und 1000 m Lauf der Jugend A und wurde Jugend-Verbandsbester.

Im 5000 m Lauf schaffte W. Schwieder den 2. Platz hinter den Frankfurter Heintges, der während des Rennens hartnäckig an seinen Fersen klebte und dann am Ende auf und davon lief.

Männer: 5000 m Lauf: W. Schwieder 16:55,1 min. um 2. Platz

Männer: 1500 m Lauf: W. Schwieder 4:38,1 min. um 3. Platz 

Männl. Jugend: 400 m Lauf: G. Thyret   56,0 min. um 1. Platz 

Männli. Jugend: 1000 m Lauf: G. Thyret  2:56,4 min. um 1. Platz 

Frauen: Kugelstoßen: M. Wagner  8,30 m  um 2. Platz 

1960

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des GTSV Essen fand am 5. Juni 1960 eine leichtathletische Jubiläumsveranstaltung statt. Für die große Überraschung an diesem Tage sorgte unsere Mannschaft im 4 x 200 m Lauf. Diese Staffel wurde als Jubiläumslauf ausgeschrieben und zum Abschluss gelaufen.

G. Schmelter, J. Bartelt, M. Wobbe und G. Thyret bildeten die Mannschaft unseres Vereins.

Frankfurt und Hannover traten mit ihren besten Läufern an und von vornherein hatte man ihnen eine Siegeschance eingeräumt. Aber man rechnete nicht mit dem Kampfgeist der Recklinghäuser Läufer. Es war ein ungemein spannender Lauf vom Start bis zum Ziel. In einem mitreißenden Spurtduell mit Kreutz aus Frankfurt entschied unser Schlussläufer Thyret das Rennen für Recklinghausen. Die Freude über diesen Sieg war bei den Recklinghäuser Anhängern groß. Für diesen Lauf zeigten die Stoppuhren die gute Zeit von 1:40,1 min. an. (Der deutsche Gehörlosen-Rekord steht auf 1:40,0 min.!) 

Unsere Mannschaft in Essen.

V.l.n.r: Gerhard Schmelter, Jürgen Bartelt, Manfred Wobbe, Gerd Thyret. 

Am 23./24. Juli 1960 fand das 7. Westkreissportfest auf der Viktoria-Kampfbahn in Recklinghausen statt. Auch hier sorgte unsere Männer-Schwedenstaffel für einen großen Sieg. Zu der Mannschaft gehörten: Thyret, (400 m), Wobbe (300 m), Bartelt (200 m) und Schmelter (100 m). Diese Staffel wurde zwischen Frankfurt und uns entscheiden, wobei die Frankfurter zuletzt noch disqualifiziert wurden, weil der letzte Läufer ohne Stab durch das Ziel kam.

Die Zeit 2:09,9 wäre für unseren Verein ein neuer deutscher Gehörlosen-Rekord gewesen, der leider nicht anerkannt werden konnte, da die vorschriftsmäßigen drei Zeitnehmer nicht gestellt wurden. Das war natürlich eine kleine Enttäuschung auf den großen Sieg.

Weitere Ereignisse: 

Männer: 1500 m-Lauf: G. Thyret  4:22,6 min. um 1. Platz 

Speerwerfen: G. Kraemer    40,18 m  um 1. Platz

Schwedenstaffel: G. Thyret, M. Wobbe, J. Bartelt, G. Schmelter 2:09,9 min. um 1. Platz 

Männl. Jugend 100 m-Lauf: H. Grzelka   12,6 sek.  um 1. Platz

400 m-Lauf: H. Grzelka  58,6 sek. um 1. Platz und K. Fahl  58,7 sek. um 2. Platz 

Doch beim Südkreissportfest in Stuttgart am 27./28. August 1960 belegte unsere Mannschaft in der Schwedenstaffel mit Thyret, Bartelt, Wobbe und Schmelter mit noch besserer Zeit in 2:09,4 min. den 1. Platz.

Dieser mit 2:09,4 min. war nun endlich ein Deutscher Gehörlosen-Rekord. Wenn man bedenkt, was dieser Rekord vorausging, dann kann man noch heute darüber glücklich sein. Es war zunächst vorgesehen, den Kameraden H. Grzelka als Schlussläufer für G. Schmelter einzusetzen. Da aber G. Schmelter über diese Lösung sehr niedergeschlagen war, verzichtete H. Grzelka freiwillig. Dann zeigte G. Schmelter, was in ihm steckt und wir brachten den großartigen Sieg mit nach Hause. 

Unsere Mannschaft beim Südkreissportfest in Stuttgart.

V.l.n.r.: Gerd Thyret, Jürgen Bartelt, Klaus Fahl, Ulrich Nowak, Gerhard Schmelter, Herbert Grzelka, Harry und Judith Förster.

9. Gehörlosen-Weltspiele in Helsinki vom 6. bis 10. August 1961

An diesen Spielen, wobei von den insgesamt rund 700 Teilnehmern aus 25 Nationen die gesamtdeutsche Mannschaft 60 stellte, nahm unser Kamerad Gerd Thyret teil und kämpfte gegen die Besten der Welt. Beim 800 m-Lauf schaffte er in der Vorentscheidung den 2. Platz. 

10.08.1961: G. Thyret im 4x400 m-Staffel

Auf den Endlauf verzichtete er, da er gleich danach die 4 x 400 m-Staffel antreten musste. Kamerad Thyret war bei dieser Staffel der Startläufer. Mit der guten Zeit von 3:25,9 Minuten belegte die Deutsche Staffel den 2. Platz hinter der USA und vor der Sowjetunion.

Im 400 m-Lauf hatte Thyret schwer gegen die stärksten Läufer anzukämpfen. Trotz sehr guter Laufzeit von 51,5 sec. musste er als Dritter ausscheiden. Doch beim Einsatz als Startläufer über 800 m in der 1500 m-Staffel zeigte er noch einmal seine große Klasse. Diese Staffel belegte wiederum hinter der USA und vor der Sowjetunion den 2. Platz. Dabei wurde der bestehende Deutsche- und der Europa-Rekord mit 3:22,5 min. eingestellt. Unser Kamerad Thyret brachte aus Helsinki zwei Silbermedaillen mit. Insgesamt konnte die deutsche Mannschaft 14 Gold-, 9 Silber- und 12 Bronzemedaillen erkämpfen. Seit 1928 hat Deutschland regelmäßig - ausgenommen 1949 - an den Weltspielen teilgenommen, wobei die deutsche Mannschaft bisher in der Gesamtwertung immer den 1. bzw. 2. Platz belegen konnte. Der GSV Recklinghausen ist sehr stolz, denn er konnte zum erstenmal in seiner Geschichte einen seiner Besten nach Helsinki entsenden, der dann auch mit Erfolg zurückkam. 

1962

Aus Anlaß des 10-jährigen Bestehens des GSV Recklinghausen fand am 9./10. Juni 1962 ein Leichtathletik-Sportfest auf der Viktoria-Kampfbahn statt. Unser Kamerad Thyret kämpfte gegen zwei hörende Läufer (Lubba und Holtermann vom RLC). Beim 800 m-Lauf schaffte er mit einer guten Zeit von 1:56,6 min. den 3. Platz. Das diese 1.56,6 min. eine gute Zeit ist, beweist die Tatsache, dass der Deutsche Gehörlosen-Rekord bei 1:56,4 min., erreicht durch Kamerad Hille aus der DDR, steht. Die von G. Thyret gelaufene Zeit war bis zum Mauerfall ein bestehender Rekord der Gehörlosen-Sportvereine in der BRD. 

1963

Westkreissportfest in Düsseldorf am 6./.7. Juli 1963

Bei der 1500 m-Männerstaffel (800 m, 400 m, 200 m und 100 m) kämpften unser Kameraden um einen Rekord und sie zeigten alle, was sie konnten. Kamerad Lenz verzichtete auf den 400 m-Lauf, um in der Staffel, die gleich darauf folgte, alle Kräfte einsetzen zu können. Und es hat sich gelohnt. Kamerad Thyret führte das Tempo dieser Staffel als Startläufer an und gab nach einem großartigen Spurt den Stab an Kamerad Lenz weiter. Auch Lenz lief und zeigte sein Können im 400 m-Lauf und übergab einwandfrei den Stab an Ka-merad Meier. Meier und Grzelka liefen, als ginge es um ihr Leben und damit liefen unsere Kameraden einen Rekord für unseren Verein und zwar den Deutschen Rekord in der 1500 m-Staffel in der Zeit von 3:30,0 min. Unser Verein ist sehr stolz auf seine Kameraden, denn noch heute hält er diesen Rekord.

Unsere Mannschaft beim Westkreissportfest in Düsseldorf.
Stehend, v.l.n.r.: Herbert Grzelka, Axel Meier, Helmut Lenz und Gerd Thyret.
Mitte: die Frankfurter Mannschaft, die den 2. Platz belegte,
Vorn, v.l.n.r.: Axel Schäfer, Gerhard Schmelter, Karl-Heinz Langner und Manfred Wobbe

1964

In der Liste der zehn besten deutschen Gehörlosen-Leichtathleten im Jahre 1964 standen unsere Kameraden: 18 x an 1. Stelle, 6 x an 2. Stelle, 3 x an 3. Stelle Unsere männliche Jugend war mit vielen Siegen in der Staffel und zahlreichen Platzierungen sehr erfolgreich

 Westkreissportfest in Herford am 4./5. Juli 1964

In Herford nahm unser Verein mit einem starken Mannschaftsaufgebot teil und stellte sogar die zahlenmäßig meisten Wettkämpfer von allen Westkreisvereinen auf.

Auch die Landesgehörlosenschulen von Westfalen und Rheinland nahmen daran teil.

Unsere jungen Mitglieder sind noch als Schüler und Schülerinnen für die Gehörlosenschule Dortmund gestartet. Es sind: Dieter Wieske, Karl-Werner Broska, Mechthild Vorderwülbecke, Edith Stollmann und Rita Teuber. 

Die Ergebnisse:

Männer

800 m-Lauf: G. Thyret  - 2:01,7 min. um 1. Platz

Dreisprung:  A. Meier - 12,11 m  um 1. Platz

Speerwerfen:  H.-J. Halt  - 41,59 m  um 1. Platz

4x100 m-Staffel  (Bartelt, Thyret, Meier, Lenz): 46,4 sek. um 1. Platz

Dreikampf (100 m, Weitsprung, Kugelstoßen): A. Meier - 1479 Punkte um 1. Platz

Männl. Jugend B

Dreikampf: D. Wieske - 1297 Punkte um 1. Platz

Weibl. Jugend B

Dreikampf: M. Vorderwülbecke - 1280 Punkte um 1. Platz 

1965

Bei der 4 x 100 m-Staffel in Köln am 28.8.1965 stellten unsere junge Läufer (J. Kolar, D. Wieske, K.-W. Broska und R. Auschrat) mit 47,1 sec. den Deutschen-Jugend-Rekord ein. 

Unsere männliche Jugend, die mit vielen Siegen in der Staffel und zahlreichen Platzierungen von 1965-1967 erfolgreich war.

V.l.n.r.: Rainer Auschrat, Karl-Werner Broska, Betreuer Helmut Lenz, Dieter Wieske und Jürgen Kolar. Kniend: Rolf Klimke. 

In der Liste der zehn besten deutschen Gehörlosen-Leichtathletik-Mannschaften von 1965 stand unser Verein: 19 x an 1. Stelle, 8 x an 2. Stelle, 10 x an 3. Stelle.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung vom 23. 06. 1965

An den Gehörlosen-Weltspielen 1965 in Washington (USA) nahmen unsere Kameraden Thyret und Lenz teil. An beiden Vorläufen über 800 m und 1500 m war Thyret dabei und musste leider ausscheiden. Beim 110 m Hürdenlauf belegte Kamerad Lenz den 6. Platz. Auch das ist ein Erfolg, den 6. Platz in der Weltklasse zu belegen. 

1966

Zahlreiche Erfolge bei anderen Veranstaltungen konnte der Recklinghäuser GSV buchen.

Beim Nordkreissportfest in Hamburg am 25. Juni 1966 kamen unsere Kameraden erfolgreich nach Hause. Bei den einzelnen Kämpfen starteten Männer und männliche Jugend, und 9 mal konnten sie als Sieger das Podium betreten. Besonders erfolgreich war die männliche Jugend (Rainer Auschrat, Dieter Wieske, Karl-Werner Broska und Rolf Klimke).

Auch von dem Westkreissportfest am 2./3. Juli 1966 in Opladen kehrten unsere Leichtathleten mit Siegen und zahlreichen Erfolgen zurück. 

Bei den Mannschafts-Meisterschaften der Gehörlosen im Jahre 1966 erreichten unsere

Männer: Klasse C 5148 Punkte

Frauen: Klasse C 3394 Punkte

Männl. Jugend: Gruppe 3  - 4434 Punkte

Männer:  Altersklasse 1 - 3912 Punkte 

Da wir 4 Mannschaften stellten, konnten wir den 1. Platz belegen mit 16889 Punkten. 

Für unseren Verein ergibt sich hieraus, dass wir 63 x den 1. Platz, 62 x den 2. Platz, 47 x den 3. Platz belegen konnten. Auch viele Vereinsrekorde, besonders durch die männliche Jugend und auch weibliche Jugend, wurden aufgestellt. Hervorzuheben ist der 100 m Lauf des Kameraden Wieske mit 11,5 sec. in der Jugendklasse A und mit 11,7 sec. in der Jugendklasse B. Beide Läufe waren Vereinsrekorde. Er hat noch viele andere Rekorde, die aus der Vereinsrekordertabelle zu ersehen sind. Ebenso lief Kamerad Broska in der Jugendklasse A im 200 m Lauf mit 24,4 sec. den neuen Vereinsrekord, wie auch unsere Kameradin Vorderwülbecke. Auch diese Rekorde sind alle aus der unten aufgezeigten Tabelle zu ersehen

1967

1967 war für unseren Verein auch ein erfolgreiches Jahr. Mit 53 Siegerurkunden und zahlreichen Erfolgen kehrten unsere Kameraden von vielen Sportfesten zurück.

Die besten Leistungen beim Sportfest unseres Vereins in der Viktoria-Kampfbahn zeigten jeweils über 100 m bei den Männern H. Lenz in 11,5 sek., bei der A-Jugend D. Wieske in 11,7 sek. und bei der B-Jugend F. Salomon in 12,6 sek. 

Quelle: Recklinghäuser Zeitung vom 12. 06. 1967 

1974

Deutsche Meisterschaft vom 29 bis 31.08.1974 in Mainz

Männl. Jugend A:

Dreikampf: Skowronek um 1. Platz

 

400 m-Lauf:  Skowronek 55,6 sec. um 1. Platz

 

Männer:

5000 m-Lauf  Trendel 17:06,8 min. um 1. Platz

1500 m-Lauf  Trendel   4:37,0 min.  um 2. Platz

Kugelstoßen  Grzelka  11,84 m  um 2. Platz


Siegerehrung für K. Trendel nach 5000 m Lauf 

1975: Ein Gehörloser gewann den Volkslauf 700 Wanderer über 10 und 20 Kilometer

Die Kombination von Volkslauf und Volkswandern wurde von der Sportgemeinschaft Suderwich organisiert.

Um 9 Uhr starteten die Läufer zum 2. Volkslauf über rund 10 Kilometer. Die Teilnehmer kamen aus dem ganzen Münsterland und dem Ruhrgebiet. Es nahmen auch Läufer teil, die bereits Erfahrungen in Distanzen über 50 oder sogar 100 Kilometer hatten.

Der Sieger des Volkslaufs kam jedoch aus Hochlar. In 36 Minuten und 15,8 Sekunden belegte unser Kamerad K. Trendel den ersten Platz.

1976

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft und 4. In-ternationales Sportfest am 28. August 1976 in Hamburg

Von diesen Meisterschaften brachten unsere Kameraden Wolfgang Swoboda, Karl-Ernst Langner, H. Grzelka, K.-W. Broska, G. Thyret, Uwe Trogant, Gerhard Franzrahe, G. Kraemer und K. Trendel mit 5099 Punkten den 4. Platz mit nach Recklinghausen

1977

Im Mai 1977 kämpften im Rahmen unseres 25-jährigen Vereinsjubiläums die Gehörlosen-Sportvereine über sechs Stunden die nordrhein-westfälische Leichtathletik-Meisterschaft. Der Austragungsort war die Bezirkssportanlage Nordseestraße in Recklinghausen. 

U. Trogant (rechts) siegte vor D. Norf (GSV Wuppertal) mit gleicher Zeit 12,5 sec. über 100-m-Endlauf der männl. Jugend, da seine Brust zuerst das Ziel erreichte. 

Bei den Westdeutschen Titelkämpfen plazierten sich die heimischen Athleten wie folgt: 

Männer

Kugelstossen: H. Grzelka  - 11,70 m.  um 2. Platz

Weitsprung:

K.-W. Broska  - 5,21 m.  um 2.Platz

Diskus: H. Grzelka  um 2. Platz

100-m-Lauf: J. Hesseln um  2. Platz

1500-m-Lauf: K. Trendel  - 4:43,7 min. um 1. Platz und Hans-Jürgen Jaschinski  um 3. Platz

5000-m-Lauf: K. Trendel - 18:55,4 m. um 1. Platz

Männl. Jugend

Weitsprung: Uwe Trogant  - 4,86 m. um 3. Platz

100-m-Lauf: Uwe Trogant  - 12,5 sek. um 1. Platz

Einen Doppelerfolg der RE-Leichtathleten gab es sogar beim Speerwurf. Egon Kowski und Karl-Werner Broska hießen die beiden Sieger. 

2001

Bei der Deutschen Crosslaufmeisterschaft am 13. Oktober 2001 in Wuppertal nahm unser Kamerad Jörg Hesseln daran teil.

Er erreichte im 3800 m-Lauf in der Seniorenklasse M40 mit 18:50,0 min. das Ziel und belegte somit den 2. Platz

Es ist nicht möglich, hier alle einzeln aufzuzählen und zu erwähnen. Auch diejenigen, die hier namentlich nicht genannt worden sind, gaben ihr Bestes zu Ehren unseres Vereins. 

 
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